25 Okt 2018

Warum sich der Besuch eines Unternehmertreffens lohnt

Warum sich der Besuch eines Unternehmertreffens lohnt

Sicher waren Sie als Unternehmer oder Selbständiger schon bei dem ein oder anderen Unternehmertreffen eingeladen und haben sich gefragt, ob sich der Besuch einer solchen Veranstaltung für Sie lohnt. Warum Sie hingehen sollten, erfahren Sie in meiner persönlichen Nachlese zum 8. Dachauer Unternehmerforum, das am 19. Oktober 2018 in Dachau stattfand.

Einleitung: Was ist das "Dachauer Unternehmerforum"?

Das Dachauer Unternehmerforum ist ein im zweijährigen Turnus stattfindendes Format, das sich an Unternehmen und Behörden aus Dachau und dem Landkreis richtet. In der Veranstaltungshalle präsentieren sich die teilnehmenden Sponsoren und Aussteller mit einem Messestand auf der sog. "Infobörse". Gäste werden entweder über die teilnehmenden Firmen eingeladen oder kommen – wie ich – als zahlender Gast. Veranstalter sind die Wirtschaftsförderungen der Stadt und des Landkreises Dachau.

Gründe für den Besuch eines Unternehmertreffens

Grund 1:
Sehen und gesehen werden,
dabei sein ist alles
oder: Die üblichen Verdächtigen

Der Empfang in der ASV-Veranstaltungshalle in Dachau ist sachlich, als vorangemeldeter Gast unterschreibt man auf der Anwesenheitsliste und bekommt sein vorgedrucktes, aufklebbares Namensschild. Leider trugen nicht alle anwesenden Personen diese Namensschilder – zum Einstieg in Gespräche erwiesen sich die Schilder als sehr praktisch. Beim Empfang hatte man gleich die Möglichkeit, von Frau Christ von der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes Dachau ein Foto von sich machen zu lassen, was man am Ende der Veranstaltung ausgedruckt mitnehmen konnte – siehe oben;-). Im Eingangsbereich war bereits ein kleines Buffet aufgebaut und am Eingang zur Ausstellerhalle warteten erste Getränke. Schon beim Ankommen sah ich diverse bekannte Gesichter Dachauer Lokalpolitiker und Unternehmer und definitiv gilt hier: sehen und gesehen werden! Allgemein kann man sicher sagen, dass gerade in lokalem Rahmen das Publikum überschaubar ist und fast jeder jeden kennt. Hier sollte man also als Unternehmer Präsenz zeigen, gezielt sein Netzwerk pflegen und erweitern.

Grund 2:
Persönliche Gespräche

Gleich bei der ersten Runde über die überschaubare Anzahl von Aussteller-Ständen lief ich Aleksander Pellegrino über den Weg: unserer neuer Kooperationspartner von Amando Translations – siehe Blog-Eintrag. Die Kooperation hatten wir genau in dieser Woche beschlossen, und noch am Nachmittag vor der Veranstaltung hatte ich diesen neuen Service auf unserer Website online gestellt!
Im Gespräch mit Herrn Pellegrino stellte ich ihn, seine Leistungen und unsere neue Kooperation gleich Frau Christ von der Wirtschaftsförderung vom Landratsamt Dachau vor. Sie ist unsere Ansprechpartnerin für die Betreuung der Website, auf der wir im Sommer diesen Jahres eine englische Version hinzugefügt haben – siehe Referenz Website für die Wirtschaftsförderung des Landkreises Dachau.

Mein Vorsatz: Den Weg frei machen

Mein Vorsatz für den Abend war: offen und direkt auf interessante Firmen zuzugehen und Ihnen als Einstieg unseren neuen Service – professionelle Übersetzungen für mehrsprachige Websites – vorzustellen. Im Idealfall wollte ich soweit das Interesse wecken, dass ich im Nachgang unsere Dienstleistungen bei einem persönlichen Termin vorstellen kann. Konkret hieß dass: alle direkt ansprechen, Interesse wecken, Visitenkarten tauschen und die Möglichkeit eines persönlichen Termins vorschlagen – nicht um direkt Kunden zu gewinnen, in erster Linie unverbindlich und um unsere Agentur ins Gespräch zu bringen. Dabei hatte ich unsere neue Visitenkarte, die – wie unsere Startseite – jeweils eine Gesichtshälfte von Denise und mir zeigt. Da wir sehr happy mit dem Design und dem auf Persönlichkeit setzenden Konzept sind, hatte ich richtig Lust, die Karte zu testen und unter die Leute zu bringen.

Unsere Visitenkarte

dégagée – Visitenkarte 2018
Motiviert zum Verteilen: unsere neue Visitenkarte

Grund 3:
Neue Impulse durch Fachvortrag

Begrüßung: politisch korrekt

Vor dem Hauptteil und Höhepunkt des Forums – dem Fachvortrag für Unternehmer – standen die obligatorischen Begrüßungen durch den Landrat Stefan Löwl (CSU) und den Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) der Stadt Dachau auf dem Plan. Nachdem der Landrat eine Liste der anwesenden oder zumindest angemeldeten wichtigen Persönlichkeiten verlesen hatte, schnaufte er durch und leitete das Thema des anschließenden Vortrages ein: Unter anderem durch einen amüsanten Vergleich der Auswirkungen durch die Ablenkung der permanente Smartphone-Erreichbarkeit mit dem leichten Konsum von illegalen Substanzen in der Arbeitswelt – nach Aussagen des Landrates sorgt ersteres für einen – in IQ ausgedrückten – Verlust um 10, zweiteres um nur 5 Punkte! Nach dieser Steilvorlage gelang es Florian Hartmann – durch einen augenzwinkernden Verweis auf seine persönliche Situation und Betroffenheit über das jüngste Wahldilemma seiner Partei in Bayern – den alamierenden Ernst der Wirtschaftsumbrüche durch die Digitalisierung aufzulockern.

Dachauer Unternehmerforum 2018
Begrüßung durch Landrat Stefan Löwl (mit Rechtschreibfehler auf dem Willkommensscreen)

Vortrag von Dr. Brill: Herausforderungen der Digitalisierung im Einzelhandel

In seinem Vortrag blickte Dr. Andreas Brill (siehe Website business4brands GmbH) auf die Veränderungen im Einzelhandel in den letzten 10 Jahren zurück. Er stellte den wechselhaften Erfolg der größten Warenhauskette in den USA "Macy's" dar. Nach anfänglichen Erfolgen und positiven Umsatzentwicklungen hat Macy's es seines Erachtens nicht verstanden, mit der notwendigen Agilität auf die Herausforderungen der Digitalisierung zu reagieren: stattdessen baute man zu spät ein Onlinegeschäft auf, was auf das reagierte, was Amazon & Co. bereits 10 Jahren zuvor online hatten.
Aber wie kann ein Unternehmer jetzt auf die kaum einzuschätzenden Veränderungen und Trends reagieren? Anhand diverser Zitate und Beispiele rund um die Revolution um Apples iPhone (welches vor inzwischen 11 Jahren, 2007, vorgestellt wurde – siehe 2007 . Eröffnung dégagée) macht er klar, dass selbst für absolute Brancheninsider die technologischen Entwicklungen nicht absehbar sind. Diese Entwicklungen nehmen nämlich mit der Anzahl der Nutzer und der dadurch anfallenden Daten rasant zu. Das tastaturlose Konzept des iPhones sorgte für eine Vielzahl neuer Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten. Man geht davon aus, dass sich die technologischen Leistungen und damit die Fähigkeiten künstlicher, also auf Datenverarbeitung beruhender, Intelligenz alle 1 1/2 Jahre verdoppeln. So eine Entwicklung nennt man exponential: was das bedeutet, erklärte Hr. Brill anschaulich an der erstaunlich geringen Anzahl von Faltungen, die nötig sind, um durch Faltung eines normalen Blatt Papiers eine Papierdicke zu erreichen, die der Strecke bis zum Mond entspricht. Seine Schlußfolgerung war, dass der heutige Unternehmer zweigleisig fahren muss: zum einen muss er sein Tagsesgeschäft erledigen, zum anderen sich schon jetzt Gedanken machen und Strategien entwickeln, wie er in 10 Jahren auf die Anforderungen des Marktes und der Kunden mit seinem Angebot reagieren kann – siehe unser Artikel zum Thema 10 Jahre, Digitalisierung und Kreativität.

Was habe ich davon mitgenommen?

Im Vortrag neben mir saß Herr Pellegrino von Almondo Translations, der gerade eine Agentur für professionelle Übersetzungen im Businessbereich gegründet hat. Schon während des Vortrages habe ich darüber nachgedacht, dass seine Dienstleistung – Übersetzungen in rund 100 Sprachen – anhand der Auslegungen von Dr. Brill vermutlich sehr bald dank künstlicher Intelligenz automatisierbar ist. Alles, was wir uns heute noch nicht vorstellen, scheint schon bald möglich zu werden! Durch entsprechende Datenverarbeitung fahren Autos schon heute autonom, übersetzen Programme automatisiert und für mich ist jetzt auch vorstellbar, dass künstliche Intelligenz bald auch kreative Prozesse wird simulieren können. Auch ich muss mir also die Frage stellen, wie wir dégagée an diese sich anbahnende Zukunft unternehmerisch anpassen. Und tatsächlich sehe ich das nicht als düstere Zukunftsprognose, sondern als spannende Aufgabe!

Grund 4:
Neue Kontakte knüpfen

Nach dem Vortrag begann der ungezwungene Teil der Veranstaltung: die Aussteller warteten an ihren Ständen auf Interessierte, Sänger Sascha Seelemann sorgte am E-Piano und Mikrofon für musikalische Unterhaltung, das Buffet begann zu fliegen. Wörtlich flogen unzählige Tabletts mit jeweils einer Menge netter Häppchen auf den Armen junger Damen durch die Halle – schade nur, dass das Meiste in Plastikschüsselchen und verchromten Plastiklöffeln daher kam: Stichwort: Generation Plastik. Ich hoffe wirklich schwer, dass hier sehr bald ein neues Denken und Handeln umgesetzt wird!

Von Bewerber-Recruiting bis Wolfram

Noch immer mit Herrn Pellegrino unterwegs, trafen wir Christian Tannek vom gleichnahmigen Optikergeschäft in der Münchner Straße in Dachau – er ist bekannt für seine immer neuen und kreativen Ideen in der Kommunikation nach Aussen. Wir kennen uns ein wenig und eher privat, und so nutzte ich die Chance, ihm – getreu meinem Vorsatz, siehe oben – unseren Übersetzungspartner vorzustellen. Das Thema erwies sich als goldrichtig. Herr Tannek hat bereits erfolgreich einen neuen Mitarbeiter mit einer griechischen Stellenanzeige rekrutiert. Aktuell ist er auf der Suche nach einem Auszubildenden, der Türkisch spricht. Herr Tannek entführte mir dann Herrn Pellegrino, um ihn einem der Aussteller vorzustellen und ich ging direkt zum Stand der Firma MicroNova aus Vierkirchen. Das Unternehmen fiel mir in letzter Zeit öfters durch große Plakatierungen am Dachauer Bahnhof auf. Thema: Karriere bzw. Recruiting... Ich stellte im Gespräch meine persönliche Lebensentwicklung in 10-Jahresschritten vor: vor 10 Jahren habe ich mich als Künstler gesehen, aktuell bin ich ein sog. Kreativer und werde in 10 Jahren vermutlich mehr Unternehmer sein. Ein Unternehmerforum kann also auch Impulsgeber für Persönlichkeitsentwicklung sein;-)

Ich traf auch Thomas Höbel, ein Vorstand der VR-Bank Dachau, hier hatte ich kurz die Möglichkeit, an einen angedachten und noch offenen Auftrag bzgl. Printdesign zu erinnern. Wie auch später eine neue Mitarbeiterin der Sparkasse Dachau äußerte, sieht sie unser persönliches Gespräch und mein "Gesicht zu kennen" als angenehme Vorteile gegenüber einem anonymen Mitbewerber bzw. einem, der keinen persönlichen Kontakt pflegt! Für die Sparkasse Dachau arbeiten wir zwar bereits seit 5 Jahren regelmäßig, hier würde ich gerne den an uns vergebene Budgetrahmen durch Projekte anderer Abteilungen vergrößern.

Sehr spannend war ein Gespräch mit zwei Mitarbeitern der Stadtwerke Dachau, die mit einem unserer Mitbewerber aus der Dachauer Altstadt zwar eine tolle Agentur haben, ich mir aber durchaus eine Zusammenarbeit für ein kleines Projekt vorstellen kann: z.B. eine kleine SLIDES-Website zu einer der Dienstleistungen der Stadtwerke? Die beiden zeigten sich sehr interessiert, ich durfte SLIDES auf meinem iPad vorführen und werde hier versuchen, einen Termin zur Auslotung der Möglichkeiten zu machen...

Im wahrsten Sinne des Wortes "schwergewichtig" wurde es dann am Stand der Firma Wolfram Industrie: an deren Stand war ein ca. 10x10x20 cm "kleiner" Wolfram-Block, den anzuheben ich mir angesichts eines Gewichtes von über 40 Kilogramm nicht zumuten wollte... Auch hier schlug ich einen persönlichen Termin vor – auf der entgegengenommenden Visitenkarte des Produktionsleiters Sebastian Freiherr von Cetto – Sohn der sehr netten Eigentümerin Marion Freifrau von Cetto – war derselbst auch in Person abgebildet (siehe oben: unsere neue Visitenkarte).

Nicht unerwähnt kann ich diese weiteren, netten Gespräche lassen: mit Mitarbeiterinnen der Abteilung Integration der Stadt Dachau, mit einer Dame von der VHS Dachau (btw: die hatten mit einem gebogenen Faltdisplay den für mich optisch ansprechendsten Messestand), mit allen "Pauls und Paulas" und beim Verabschieden von Herrn Liebl, Abteilungsleiter der Wirtschaftsförderung des Landrates, mit Herrn Weimer von einem weiteren unserer Mitbewerber.

Fazit:
Hingehen, Mitmachen, Weitersagen

Eigentlich ist die Beantwortung der Frage, ob es sich lohnt, ein Unternehmertreffen zu besuchen, sehr einfach und schnell beantwortet: Definitiv, denn...

  • Unternehmer und Unternehmen, die Sie schon kennen, freuen sich, Sie zu sehen und wissen Ihr Engagement und Interesse zu schätzen,
  • Unternehmen, die Sie noch nicht kennen, sollten Sie kennenlernen, denn die beweisen Engagement und sind vermutlich auch sonst unternehmerisch agil,
  • ein gelungener Fachvortrag gibt Impulse für die eigene unternehmerische Entwicklung.

Entscheidend dafür, den Besuch als Erfolg zu werten, ist in großem Maß sicher die Einstellung, mit der man das Ganze angeht. Um so offener, positiver und agiler man auf die Leute zugeht, umso spannender werden die Gespräche. Z.B. erzählte ich im Gespräch mit zwei Mitarbeitern der sayTec AG aus Dachau und München etwas ausführlicher von meinem Werdegang Künstler-Kreativer-Unternehmer und konnte über etwas Persönliches das Interesse meines Gegenübers wecken und einen positiven Eindruck hinterlassen.

    Woran Sie denken sollten:

  • Geeignetes Infomaterial (in meinem Fall reichte die Visitenkarte und ein kleines iPad),
  • authentisches Auftreten (dégagée heißt neben klar und frei auch ungezwungen, im Sinne von "salopp";-),
  • vorher überlegen, was Sie erreichen wollen (siehe oben "Mein Vorsatz")
  • und Lust auf Kommunikation.

Feedback zum Rückblick gerne per Mail an mich.

Wer schreibt hier?

Florian Malecki

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